{"id":465,"date":"2020-07-24T18:07:21","date_gmt":"2020-07-24T16:07:21","guid":{"rendered":"http:\/\/film.killius.eu\/?page_id=465"},"modified":"2020-08-02T11:40:01","modified_gmt":"2020-08-02T09:40:01","slug":"herbert-maisch","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/film.killius.eu\/?page_id=465","title":{"rendered":"Herbert Maisch (1890-1974)"},"content":{"rendered":"\n<p>Er war ein Mann des Theaters, sowie des Films &#8211; er nennt sich selbst B\u00fchnenleiter und Filmregisseur- und war in beiden Berufen sehr erfolgreich.<br>Sein Vater, ein Amtsrichter, hat ihn f\u00fcr die Offizierslaufbahn bestimmt und schickte ihn als Z\u00f6gling bereits 1901 in die Kadettenanstalt nach Karlsruhe. Im Jahr 1910 beendet er diese fr\u00fchmilit\u00e4rische Ausbildung in Gro\u00df-Lichterfelde und tritt als F\u00e4hnrich in die w\u00fcrttembergische Armee ein.<br>Den Ersten Weltkrieg erlebt er zun\u00e4chst in der H\u00f6lle des Stellungskrieges an den Fronten im Westen, nahe Verdun, wird viermal verwundet und danach an die Ostfront, nach Kurland, kommandiert.<br>Und schlie\u00dflich verliert er an einem der allerletzten Tage des Weltkrieges, nun wieder in Frankreich, mit erst 27 Jahren, seinen rechten Arm.<br>Schauspieler, wie er es sich in seiner fr\u00fchen Jugend schon ertr\u00e4umt hat, kann er nun nicht mehr werden, Berufsoffiier, wie der Vater es wollte, auch nicht. \u201eBeruf und Berufung waren jetzt versperrt\u201c, schreibt er in seiner Autobiografie. Aber Herbert Maisch, eine imponierende Pers\u00f6nlichkeit mit viel Witz und Humor, gibt nicht auf. Er denkt an Dramaturg- Regisseur-Intendant.<br>Ab 1919 volontiert er (Regie und Dramaturgie) am Stadttheater Ulm und darauf am Staatstheater in Stuttgart, wo er dann in den Jahren 1920 bis 1924 als Regisseur t\u00e4tig ist. Von 1924 bis 1933 leitet er als Intendant die W\u00fcrttembergische Volksb\u00fchne, eine Wanderb\u00fchne, wo auch Joachim Gottschalk und dessen Frau Meta engagiert sind. Dann \u00fcbernimmt er das Theater der Stadt Koblenz &#8211; hier ist er f\u00fcr Schauspiel, Oper und Operette verantwortlicher Leiter.<br>Danach folgen das Erfurter Stadttheater und das Nationaltheater Mannheim, wo er Willy Birgel zum Protagonisten des Hauses macht. Seine Leitung des Preu\u00dfischen Theaters der Jugend in Berlin beenden die nationalsozialistischen Machthaber und entlassen ihn wegen politischer Unzuverl\u00e4ssigkeit.<br>Durch Zufall kommt Maisch zum Film. Willy Birgel macht ihn mit Hugo Correll, dem damals m\u00e4chtigsten Mann des deutschen Films, bekannt. Bei Frank Wysbar lernt er Filmregie, zun\u00e4chst als Regieassistent. Dann dreht er verantwortlich eigene Filme, die durch ihre jeweiligen prominenten Protagonisten sehr erfolgreich werden: U.a. 1940 mit Horst Caspar \u201eSchiller,\u201c 1942 mit Heinrich George \u201eAndreas Schl\u00fcter\u201c, 1944 mit Will Quadflieg \u201eDie Zaubergeige\u201c.<br>Der 1937 gedrehte Film \u201eStarke Herzen\u201c mit Maria Cebotari und Gustav Diessl verursacht Maisch nach dem Krieg Schwierigkeiten vor einem k\u00fcnstlerischen Neubeginn, weil der antikommunistische Film in russische H\u00e4nde gefallen war.<br>Nach dem Zweiten Weltkrieg kehrt Herbert Maisch zur Theaterarbeit zur\u00fcck. Von 1947 bis 1959 leitet er als Generalintendant die B\u00fchnen der Stadt K\u00f6ln. Im Jahr 1960 wird Herbert Maisch Leiter der Frankfurter Schauspielschule.<\/p>\n\n\n\n<p>Auszeichnungen<br>1954: Schillerplakette der Stadt Mannheim<br>1957: Gro\u00dfes Verdienstkreuz des Verdienstordens der BRD<br>1961: Ehrenmitgliedschaft des Nationaltheaters Mannheim<br>1961: Ehrenmitgliedschaft der B\u00fchnen der Stadt K\u00f6ln<br>1970: Ehrenring der Stadt Mannheim<br>Im Jahr 1970 ver\u00f6ffentlicht er seine Memoiren unter dem Titel<br><strong>Helm ab \u2013 Vorhang auf<\/strong>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Er war ein Mann des Theaters, sowie des Films &#8211; er nennt sich selbst B\u00fchnenleiter und Filmregisseur- und war in<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-465","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/film.killius.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/465","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/film.killius.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/film.killius.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/film.killius.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/film.killius.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=465"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/film.killius.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/465\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":480,"href":"https:\/\/film.killius.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/465\/revisions\/480"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/film.killius.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=465"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}