Vorankündigung für 2020 – Filmseminare in Offenbach: Literaturverfilmungen

Am 24. Januar 2020: „Die Reise nach Tilsit“, 1939 nach H. Sudermann von Veit Harlan
Am 28. Februar 2020: „Viktoria“,1935 nach K.Hamsun von Carl Hoffmann

Im Mittelpunkt beider Filme stehen zwei Frauen (dargestellt von Kristina Söderbaum und Luise Ullrich), die ihre privaten Konflikte zeitgenössisch und/oder historisch lösen, je nach dem Urteil der anwesenden weiblichen und männlichen Zuschauer. Insofern sind beide Filme nicht nur Frauenfilme, sondern auch Gesellschaftsfilme oder sogar Melodramen.

Veit Harlan ändert in seinem Film „Die Reise nach Tilsit“ den Schluss im Gegensatz zur literarischen Vorlage von Sudermann, kann aber dennoch mit seinem Film, der besonders Goebbels missfallen hat, obgleich auf der ideologischen Linie, keinerlei Auszeichnungen gewinnen. Die Drehorte befinden sich alle in Ostpreußen an der kurischen Nehrung und in Tilsit, wo noch in einigen Bildern der ehemals berühmte Pferdemarkt zu sehen ist.

Der Regisseur Carl Hoffmann erzählt in seinem ersten Regieauftrag „Viktoria“ eine in Norwegen angesiedelte Geschichte von Anpassung, bedingungslosem Gehorsam und Verzicht und obgleich nur vier Jahre älter als der Harlan-Film, scheint es, als trennten Jahrhunderte die beiden Filme voneinander. Der Autor des Drehbuchs dieses sehr selten gezeigten Films ist der Filmregisseur Robert A. Stemmle, der durch viele Unterhaltungsfilme (Kriminalfilme und Kommödien) bekannt wurde.

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